Die 329. Ausgabe war um Längen besser, als die vorangegangene Ausgabe (was nicht schwer war, denn diese bestand fast komplett aus einem Don-Rosa-Nachdruck).
Die erste Geschichte heißt Unter Piratinnen und zeichnet sich weniger durch die Zeichnungen von Paco Rodrigues aus, als durch den besonderen Humor. Der Autorin war weniger an der Auflösung der Handlung gelegen, als daran, möglichst viele skurrile Situationen aneinander zu reihen. Eine Geschichte ohne Tiefgang, aber dafür mit einer unterhaltsamen Folge neuer und unverbrauchter Gags.
Schlange im Speicher ist die kürzeste Geschichte im Heft und auch deren Tiefpunkt. Nichts Neues, nichts Originelles, dafür aber gewohnt großartig gezeichnet von Vicar (auch wenn die Proportionen von Fräulein Rührig und Dagoberts Schreibtisch im ersten Bild nicht zueinander passen wollen). Seine Zeichnungen lassen den Leser die Geschichte dennoch genießen. Die Schlange im 5. und 6. Bild auf Seite 20 hat sogar etwas von einem Schockeffekt. Die Geschichte stammt laut Inhaltsverzeichnis von 2013, obwohl Vicar bereits 2012 starb. Ich weiß, dass sich die "2013" auf das Jahr der Erstveröffentlichung bezieht, dennoch scheint es sich um eine der letzten Geschichten zu handeln, die Vicar jemals gezeichnet hat (...weiß jemand, welches seine letzte Geschichte war?).
Ben Verhagens Unglücklicher Glückspilz ist sehr schön. Ich mag den - nur auf den ersten Blick naiv-einfachen - Zeichenstil von Verhagen sehr. Mir gefällt an der Geschichte, dass sie zeigt, wie leicht es ist, die Grundvoraussetzungen zahlreicher Geschichten (Donald = Pechvogel, Gustav = Glückspilz) umzukehren. Das sechste Bild auf Seite 25 und dasvorletzte Bild auf Seite 27 verdeutlichen die vertauschte Situation durch (fast) die selbe Perspektive mit ausgetauschten Charakteren.
Den Höhepunkt des Heftes markiert Das Spukhaus des Grafen Horstmar von Marco Rota. Nicht großartig, sondern sogar genial gezeichnet, spannend, mit einer völlig unerwarteten Pointe, dennoch einem (halb-)offenen Ende - sowas bekommt nur Marco Rota - der für mich beste aktuelle Disneyzeichner - hin. Wie Rota mit Licht und Schatten spielt, wie er versteckte kleine Details einbaut (dafür möchte ich einen Extrathread eröffnen), wie er mit den Perspektiven spielt (siehe 7. Bild auf Seite 40 oder das letzte Bild auf Seite 41, wenn er die "Kamera" in ungewohnte Höhen erhebt oder auf Mausniveau absenkt), wie er es schafft, den Vampir ebenso glaubwürdig wie bedrohlich wirken zu lassen...sowas schafft nur Marco Rota. Offene Enden sind für ihn fast schon ein Markenzeichen, ebenso Mystik, die nicht aufgeklärt wird. Für mich eine Geschichte zum mehrfach lesen!!!
Den Abschluss bildet Allein gegen die Galaxis von William van Horn. Die Geschichte ist völlig überdreht, besticht durch ihre Erzählweise (Donald erzählt die Geschichte seinen Jungs und kommentiert diese gleichzeitig) und originelle Einfälle bei den Außerirdischen.
Allein die Rota-Geschichte lohnt aber schon den Kauf des Heftes! Freuen tu ich mich schon jetzt auf den nächsten Monat, wenn der leider schon fast vergessene Ede Wolf einen Gastauftritt im Heft haben wird! Das wird einen Aufschrei unter den Donald-Puristen geben, aber: Hey, auch nach den Auftritten von Micky, Ahörnchen und Behörnchen und dem schwarzen Phantom in den letzten Monaten ist das Heft nicht untergegangen... Da wird es Ede Wolf auch überleben. Ich freue mich drauf!
Die erste Geschichte heißt Unter Piratinnen und zeichnet sich weniger durch die Zeichnungen von Paco Rodrigues aus, als durch den besonderen Humor. Der Autorin war weniger an der Auflösung der Handlung gelegen, als daran, möglichst viele skurrile Situationen aneinander zu reihen. Eine Geschichte ohne Tiefgang, aber dafür mit einer unterhaltsamen Folge neuer und unverbrauchter Gags.
Schlange im Speicher ist die kürzeste Geschichte im Heft und auch deren Tiefpunkt. Nichts Neues, nichts Originelles, dafür aber gewohnt großartig gezeichnet von Vicar (auch wenn die Proportionen von Fräulein Rührig und Dagoberts Schreibtisch im ersten Bild nicht zueinander passen wollen). Seine Zeichnungen lassen den Leser die Geschichte dennoch genießen. Die Schlange im 5. und 6. Bild auf Seite 20 hat sogar etwas von einem Schockeffekt. Die Geschichte stammt laut Inhaltsverzeichnis von 2013, obwohl Vicar bereits 2012 starb. Ich weiß, dass sich die "2013" auf das Jahr der Erstveröffentlichung bezieht, dennoch scheint es sich um eine der letzten Geschichten zu handeln, die Vicar jemals gezeichnet hat (...weiß jemand, welches seine letzte Geschichte war?).
Ben Verhagens Unglücklicher Glückspilz ist sehr schön. Ich mag den - nur auf den ersten Blick naiv-einfachen - Zeichenstil von Verhagen sehr. Mir gefällt an der Geschichte, dass sie zeigt, wie leicht es ist, die Grundvoraussetzungen zahlreicher Geschichten (Donald = Pechvogel, Gustav = Glückspilz) umzukehren. Das sechste Bild auf Seite 25 und dasvorletzte Bild auf Seite 27 verdeutlichen die vertauschte Situation durch (fast) die selbe Perspektive mit ausgetauschten Charakteren.
Den Höhepunkt des Heftes markiert Das Spukhaus des Grafen Horstmar von Marco Rota. Nicht großartig, sondern sogar genial gezeichnet, spannend, mit einer völlig unerwarteten Pointe, dennoch einem (halb-)offenen Ende - sowas bekommt nur Marco Rota - der für mich beste aktuelle Disneyzeichner - hin. Wie Rota mit Licht und Schatten spielt, wie er versteckte kleine Details einbaut (dafür möchte ich einen Extrathread eröffnen), wie er mit den Perspektiven spielt (siehe 7. Bild auf Seite 40 oder das letzte Bild auf Seite 41, wenn er die "Kamera" in ungewohnte Höhen erhebt oder auf Mausniveau absenkt), wie er es schafft, den Vampir ebenso glaubwürdig wie bedrohlich wirken zu lassen...sowas schafft nur Marco Rota. Offene Enden sind für ihn fast schon ein Markenzeichen, ebenso Mystik, die nicht aufgeklärt wird. Für mich eine Geschichte zum mehrfach lesen!!!
Den Abschluss bildet Allein gegen die Galaxis von William van Horn. Die Geschichte ist völlig überdreht, besticht durch ihre Erzählweise (Donald erzählt die Geschichte seinen Jungs und kommentiert diese gleichzeitig) und originelle Einfälle bei den Außerirdischen.
Allein die Rota-Geschichte lohnt aber schon den Kauf des Heftes! Freuen tu ich mich schon jetzt auf den nächsten Monat, wenn der leider schon fast vergessene Ede Wolf einen Gastauftritt im Heft haben wird! Das wird einen Aufschrei unter den Donald-Puristen geben, aber: Hey, auch nach den Auftritten von Micky, Ahörnchen und Behörnchen und dem schwarzen Phantom in den letzten Monaten ist das Heft nicht untergegangen... Da wird es Ede Wolf auch überleben. Ich freue mich drauf!
Donald Duck Sonderheft 329
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